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Erdgas

 

Ähnlich wie Erdöl entstand das Erdgas vor über 200 Millionen Jahren aus tierischen und pflanzlichen Substanzen. Diese organischen Substanzen sanken im Lauf der Jahrmillionen in grossen Mengen auf den Meeresgrund früherer Ozeane und wurden im Schlamm eingebettet. Die abgesunkenen Substanzen wurden von anderen Schichten überlagert und vom Sauerstoff abgeschlossen.

 

Unter ständig steigendem Druck und zunehmender Temperatur fand dann ein Fäulnisvorgang statt. Dabei wurden die erhalten gebliebenen organischen Bausteine in Erdöl und Erdgas umgewandelt. Dieser Vorgang findet auch heute noch statt. Erdgas ist farblos und besteht im wesentlichen aus der Kohlenwasserstoffverbindung Methan.



Bei reinen Erdgaslagerstätten hängt die Entstehung mit der Kohlebildung aus Pflanzen zusammen. Denn beim Reifeprozess von Kohle wird ständig Methan frei. Aus dem Muttergestein, in dem es entstanden ist, wanderte das Erdgas durch feine Poren und Risse in den Gesteinsschichten empor, bis es an eine undurchlässige Schicht gelangte. Unter dieser Schicht sammelte sich das Erdgas zu den heute bekannten Vorräten. Man darf sich also Erdgaslagerstätten keineswegs als grossen, höhlenähnlichen Raum vorstellen, sondern als eine Gesteinsformation, die sich mit einem Schwamm vergleichen lässt. Diese Gesteine speichern das Gas in unzähligen winzigen Poren. (Quelle Erdgas Südsachsen)

 

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