ENB Energieplanungs-Anstalt

Referenzdetails

Erweiterung Neubau Pflegewohnheim und Gemeindeverwaltung
LI-9497 Triesenberg


Projektleiter        : Dominik Oehri
Projektleiter-Stv. : Joni Baydar

Leistungen
Gesamte Ingenieurarbeit in den Haustechnikbereichen
- Heizung
- Sanitär
- Lüftung
 
Objekt
Vereinshaus
- Energiebezugsfläche        3'793 m2

Baujahr
- 2008 -2010

Haustechnikanlagen
- Wärmeerzeugung 
  Fernwärme aus Dorfzentrum

Objektbeschrieb

Das Pflegewohnheim besteht aus 6 Stockwerken mit einer nutzbaren Fläche von 3'258 m2. Im 3. UG befindet sich eine Parkgarage mit 30 Stellplätzen. Diese ist mit der bestehenden Parkgarage des Dorfzentrums verbunden und wird über diese erschlossen. Im 2. UG befinden sich die Technikräume, diverse  Nebenräume sowie das Archiv der Gemeinde Triesenberg mit einer nutzbaren Fläche von 203 m2. Im 1. UG und EG befindet sich die Verwaltung der Gemeinde Triesenberg auf einer nutzbaren Fläche von 1‘627 m2. Weiters befindet sich im EG ein Mehrzwecksaal mit Nebenräumen und Foyer auf einer Fläche von 210 m2. Im OG und DG befindet sich ein von der Stiftung LAK betriebenes Pflegewohnheim mit 16 Zimmern sowie die Familienhilfe auf einer Fläche von 1‘218 m2.


Haustechniklösung

Die Wärmeerzeugung für die Bestandesbauten und die Erweiterung des Dorfzentrums in Triesenberg erfolgt durch eine zentral positionierte monovalente Hackschnitzelfeuerung mit einer Leistung von 850 kW. Die Beheizung der einzelnen Räume der Gemeindeverwaltung erfolgt durch Fussleistenheizelemente und teilweise durch Heizkörper. Im Ober- und Dachgeschoss erfolgt die Wärmeverteilung durch Heizkörper sowie Fussbodenheizungen in den Nasszellen. Das benötigte Warmwasser wird durch die Hackschnitzelfeuerung in Kombination mit einer Solaranlage über einen zentralen Wassererwärmer dauernd erzeugt. Um den hygienischen Trinkwasseranforderungen gerecht zu werden wird eine Legionellen-Entkeimungsanlage eingesetzt. Die energetische und hygienische Erzeugung des Warmwassers erfolgt im Durchlauferhitzerprinzip durch zwei Frischwasserstationen mittels Energie aus dem Heizungsschichtspeicher. Zur Steigerung des Komforts sowie zu Senkung des Energieverbrauches wird das ganze Gebäude durch 5 verschieden mechanische Lüftungsanlagen permanent mit Frischluft versorgt. In der Parkgarage wird eine Abluftanlage eingebaut. Die in die Archivräume eingebrachte Frischluft wird auf einen definierten Feuchte- und Temperaturbereich aufbereitet. Die Kühlung des Server- und der Archivräume erfolgt über eine Wärmepumpe. Die anfallende Abwärme der Kühlung wird durch eine Wärmerückgewinnung an das Warmwasser und das Fernheiznetz abgegeben. Das Gebäude wird im Minergie-Label zertifiziert. Die Entwässerung des Daches erfolgt durch den Sanitärinstallateur.


Fazit
Der Heizenergiebedarf SIA 380/1 des vorliegenden Gebäudes liegt bei 100.44 MJ/m2 (27.90 kWh/m2). Dies ergibt einen Gesamtheizenergieverbrauch von 105'825 kWh/a (entspricht in Öl 8'923 kg/a).




 

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